Alpine Bautradition neu interpretiert

Auramonte

Das charmante Dorf St. Valentin auf der Haide in Südtirol besticht durch seine Lage zwischen Reschen- und Haidersee mit beeindruckendem Blick auf die Gipfel des Ortlermassivs. Hier liegt am Ortsrand das „Auramonte“, bestehend aus zwei Häusern mit Ferienapartments – dem älteren, traditionell alpenländischen „Aura“ und dem puristischen, von der regionalen Scheunenarchitektur inspirierten Holzneubau „Monte“ des Architekturbüros Modunita Architects.

Das Betreiberpaar Evelyn und Roman Theiner hatte vor einigen Jahren das bestehende Haus übernommen und renoviert, dabei aber gleichzeitig immer davon geträumt, eines Tages die eigenen Ideen auch in einem Neubau zu verwirklichen. Im Dezember 2024 war es so weit, das „Monte“ öffnete für alle Gäste, die Erholung in der unberührten Landschaft des Obervinschgaus suchen. Architekten und Bauherren legten großen Wert auf die Nachhaltigkeit des Projekts. Ein zentrales Anliegen war die sorgfältige Integration des Gebäudes in die Umgebung. Nun schaffen die minimalistische Architektursprache, die dunkle Holzfassade und die landschaftsorientierte Gestaltung der Außenbereiche ein Gleichgewicht zwischen Architektur und Natur. Die Bauarbeiten wurden fast ausschließlich von örtlichen Handwerkern ausgeführt; ebenso stand die Nutzung lokaler Materialien, wie des Holzes aus zertifizierter nachhaltiger Forstwirtschaft, im Vordergrund.

BetreiberAURAMONTE
StandortWaldweg 21, 39027 St. Valentin a. d. H., Südtirol (I)
InnenarchitekturModunita Architects SA
Gesamtfläche1.600 m²
PlanungsbüroAuramonte
Zum Profil
FotografieHannes Niederkofler, Benjamin Pfitscher

Martin Pinggera, Linard Andri

Die Atmosphäre im Inneren ist geprägt von schlichter, fast asketischer Klarheit und sorgfältig ausgewählten Materialien in Naturtönen. Auf sechs Stockwerken, die komplett barrierefrei zugänglich sind, schaffen kühle Sichtbetonwände, verputzte Ziegelwände sowie helle, maßgefertigte Holzeinbauten aus heimischer Lärche und Fichte eine ruhige Atmosphäre. Vorhänge und Möbelbezüge aus tannengrünem Stoff setzen weiche Akzente, während die Kupferarmaturen eine warme Farbnuance einbringen und im Kontrast zu Sichtbeton, polierten Estrichböden und den schwarzen Oberflächen und Fliesen stehen. Ausblicke in die Landschaft durch die großen Glasflächen sorgen für Großzügigkeit und die Verbindung zur Natur, ebenso der Balkon, der zu jeder Wohnung gehört. Die beiden Gebäudeteile sind durch einen Tunnel verbunden. So können alle Gäste den Höhepunkt auf dem „Monte“ nutzen: den Wellnessbereich mit Sauna und Infinity-Pool, der sich mit der Landschaft zu verbinden scheint. Perfekt für alle, die Ruhe und Entspannung suchen und ihren Urlaub in der alpinen Landschaft bewusst genießen möchten.

Impressionen