Ort des Rückzugs mit raumhohen Kokons als zentrales Motiv

Cocon

Die Geschichte der „Seerose“ am Hallwiler See reicht zurück bis ins Jahr 1862, damals noch als einfache Pintwirtschaft. Seit rund 50 Jahren im Besitz der Familie Suhner, leitet inzwischen die zweite Generation, Felix und Rhéane Suhner, das Haus. Mit ihrer Passion für Hotelarchitektur und besondere Konzepte verwandelten sie das Seminarhotel in die „Seerose Resort & Spa“ mit dem im Mai 2025 eröffneten Restaurant „Cocon“.

Bereits für die erste Erweiterung durch einen Neubau mit Suiten, Restaurant, Wellness- und Spa-Anlagen vor über zehn Jahren zeichnete das für atmosphärische Rauminszenierungen bekannte Atelier ushitamborriello verantwortlich. Die Lage am See mit Bootshäusern und den umliegenden Obstwiesen prägte die Gestaltung des Hauses als Ort des Rückzugs mit raumhohen Kokons als zentralem Motiv des Wellnessbereichs. Der große Erfolg des „Seerose Resort & Spa“ führte schließlich zu einer erneuten Erweiterung um einen zweigeschossigen Anbau mit Rooftop Garden, der sich L-förmig an den Bestand anschließt.

BetreiberBalance Familie AG
StandortSeerosenstrasse 1, 5616 Meisterschwanden (CH)
Innenarchitekturushitamborriello Innenarchitektur Szenenbild AG
Gesamtfläche3.640 m²
PlanungsbüroCocon
Zum Profil
FotografieJochen Splett Hendrikoff / Bildwerk Studio

V. l. n. r.: Franziska Sutter, Ushi Taborriello, Reto Müller, Corina Gobeli

Und auch mit dem Interior knüpft das Team um Ushi Tamborriello an die identitätsstiftende Gestaltung an: Gekonnt fangen geschwungene Wandelemente in beiden Geschossen die enormen Lasten ein, die sich aus den Whirlpools auf dem Dach ergeben: Wie raumhohe Kokons strukturieren sie als amorphe Körper das innere Raumgefüge des Wellnessbereichs wie auch des neuen Restaurants „Cocon“. Zum Raum hin zeigen sich die Kokons mit einer weiß schimmernden Außenhaut, im Inneren umhüllen warme Goldtöne die privateren Aufenthaltsbereiche des Restaurants. Das Muster der textilen Decke ist eine Reminiszenz an das florale Design, das vom Atelier ushitamborriello gemeinsam mit der traditionsreichen Textilmanufaktur Jakob Schlaepfer aus Sankt Gallen für den Anbau aus dem Jahr 2013 entwickelt wurde. Die Kulisse für die hellen, amorphen Kokons bietet der in warmen, erdigen Tönen gehaltene Restaurantbereich mit seiner Verkleidung aus Apfelbaumholz und der warm metallisch schimmernden Spiegeldecke. Mit dem farblichen Spektrum der Gewürze greift das Interior das kulinarische Konzept des „Cocon“ auf, das von der historischen Gewürzroute inspiriert die Aromen Europas, Afrikas und Asiens widerspiegelt. Es spannt so den Bogen zu den Spa-Behandlungen, die sich den thailändischen Massagetechniken verschrieben haben: atmosphärische Verbindung von Genuss, Erholung und Gastlichkeit.

Impressionen