das Interior ist nicht nur Bühne für das kulinarische Erlebnis, sondern Teil davon

lara

Vegane Küche als echten Genussmoment und nicht nur als Alternative zu etablieren: Das ist die Vision von Jonathan Wittenbrinck und Larissa Andres. Mit dem ersten veganen Restaurant auf Fine-Dining-Niveau erreichten sie schnell Bekanntheit. Für ihre im Sommer 2025 eröffnete zweite Adresse entwickelten sie das Konzept weiter: „lara“ schlägt eine Brücke zwischen gehobener Küche und entspanntem, urbanem Lebensgefühl.

Fußläufig entfernt von ihrem ersten Lokal „JOLA“ am Salzgries in der Wiener Innenstadt fanden sie die Räume für „lara“ in einem historischen Gründerzeithaus in prominenter Lage am Passauer Platz, direkt neben der Kirche Maria am Gestade. Wie bereits für „JOLA“, so entwickelten die Innenarchitekten von BFA x KLK auch das Interior für „lara“ – das nicht nur Bühne für das kulinarische Erlebnis sein sollte, sondern ein Teil davon. Allerdings wirkten die Räumlichkeiten des vorherigen Betriebs dunkel und in die Jahre gekommen, die ursprüngliche Bausubstanz war größtenteils unverändert geblieben. Und nicht zuletzt die kompakte Fläche ohne Keller- und Nebenräume war eine Herausforderung für eine optimale Raumaufteilung und die betrieblichen Funktionsbereiche. Um das neue gastronomische Konzept realisieren zu können, wurde das gesamte Lokal vollständig entkernt und neu strukturiert.

BetreiberEat More Plants GmbH / Jonathan Wittenbrink
StandortPassauer Platz 2, 1010 Wien (A)
InnenarchitekturBFA x KLK
Gesamtfläche150 m²
Planungsbürolara
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FotografieDavid Schreyer
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V.l.n.r.: Fabian Lutter, Christian Knapp, Anna-Vera Deinhammer, Heinz Lutter

Der nun offene Grundriss und die großzügigen Glasfassadenelemente verbinden das Innen mit dem städtischen Leben am Passauer Platz. Denn „lara“ ist ein Ort, „an dem sich gehobene Küche nicht elitär anfühlt, sondern zugänglich“, erklären die Interior Designer. „Wir wollen die Haltung der Küche im Raum widerspiegeln: kreativ, hochwertig, aber ohne die Förmlichkeit klassischer Fine-Dining-Traditionen. Zeitgenössische Gelassenheit statt steifer Eleganz.“ Vom Eingang kommend fällt der Blick unmittelbar nach links auf den Chef’s Table: Mit seinem Sockel aus 1400 massiven Glasbausteinen bietet er ein faszinierendes Spiel aus Licht, Form und Handwerkskunst – und lenkt dabei die Aufmerksamkeit des Betrachters in den dunkelroten Küchenraum, den lebendigen Hintergrund der Szenerie: Begegnung und Teilhabe. Die Gäste sollen die Nähe zur Küche bewusst spüren, um in Interaktion mit dem Küchenteam zu treten. Lehmverputzte Wände, dunkle Holzverkleidungen, in sattem Grün gepolsterte Bänke und in tiefem Rot glänzende Tische: Das Interior greift die Werte der Küche auf: klar, reduziert und dennoch warm – ein Ort, an dem sich Gäste wohlfühlen, ohne dabei auf Stil oder Anspruch zu verzichten.

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